Periphere arterielle Verschlusserkrankung: Das Raucherbein

Autor: Sven
15. November 2011

Das Raucherbein ist die gängige Bezeichnung für eine spezielle arterielle Erkrankung. Rauchen ist zwar nicht die einzige Ursache, die zu dieser Krankheit führen kann, stellt aber einen sehr hohen Risikofaktor dar.

Bei einer peripheren arteriellen Verschlusserkrankung, kurz pAVK, handelt es sich um eine krankhafte Verengung der Arterien in den Beinen, kann unter Umständen aber auch in den Armen vorkommen.
Da das Rauchen einen hohen Risikofaktor darstellt, an pAVK zu erkranken, spricht man bei betroffenen Beinarterien auch oft von einem Raucherbein. Eine weitere Bezeichnung ist “Schaufensterkrankheit” aufgrund der Pausen, die viele betroffene Personen beim Gehen einlegen müssen.

Das Raucherbein und seine Ursachen

Die häufigste Ursache für diese arterielle Erkrankung ist die Arteriosklerose, die Arterienverkalkung. Bei 95% der Fälle ist sie der Grund für das Raucherbein. Die anderen 5% verteilen sich unter anderem auf Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder einen erhöhten Cholesterinspiegel. Ganz seltene Ursachen sind eine Funktionsstörung der Gefäßmuskulatur oder Entzündungen an der Gefäßinnenwand.

Die arterielle Erkrankung “Raucherbein” und ihre Symptome

Die Symptome einer peripheren arteriellen Verschlusserkrankung sind typisch, variieren allerdings in ihrer Ausprägung.
Tatsache ist, dass diese Krankheit mitunter erst spät erkannt wird, da sie sich langsam entwickelt. Ärzte unterteilen das Fortschreiten von pAVK in vier Stadien.

Die Stadien der Krankheit

Im ersten Stadium beginnt der Abschnitt, der unter der Gefäßverengung liegt, bei starker Belastung an zu schmerzen. Im zweiten Stadium sind die Schmerzen bereits so stark, dass der Betroffene regelmäßige Gehpausen einlegen muss.
Schreitet die Krankheit noch weiter fort, setzen die Schmerzen auch im Ruhezustand ein.
Im vierten Stadium kann umliegendes Gewebe zerstört werden. Wenn jetzt keine ausreichende Durchblutung hergestellt werden kann, kann es bis zur Amputation der betroffenen Gliedmaßen führen.

Das bedeutet nicht, dass eine beginnende pAVK unweigerlich zum vierten Stadium führen muss.
In erster Linie sind Risikofaktoren, wie Rauchen, Übergewicht, fettreiche Ernährung, Bluthochdruck oder zu wenig Bewegung für das Fortschreiten der Krankheit verantwortlich. Das heißt, dass der Patient mit einer Umstellung seiner Lebensgewohnheiten maßgeblich an der Besserung der peripheren arteriellen Verschlusserkrankung mithelfen kann.Similar Posts:

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