Rauchverbot in Paris - Liberte um jeden Preis?
Paris teilt die Meinungen der Bevölkerung in zwei Lager. Grund ist die Umsetzung des neuen Nichtraucherschutzgesetzes, dass Gastronomiebetrieben ermöglicht, auch ihren Außenbereich als rauchfreie Zone zu deklarieren.
Was am Anfang nur von wenigen Wirten in der französischen Hauptstadt umgesetzt wurde, findet immer größeren Anklang in der Pariser Gastronomieszene und auch in anderen französischen Städten. Immer mehr Terrassen von Cafes und Kneipen werden zum Nichtrauchergebiet erklärt. Viele Gastronomiebetreibende sehen jedoch die zwei Gesichter, die die Umsetzung des neuen Gesetztes mit sich bringt: Das Nichtraucher Klientel begrüßt die Neuerung und entlohnt die Wirte mit größerem Gewinn, wohingegen die rauchenden Stammkunden als Kundschaft ausbleiben und die Zahlen in den Keller treiben.
Die Umsetzung des Rauchverbots wird durch die Vereinigung für die Rechte der Nichtraucher (DNF) unterstützt. Eine Internetseite, auf der sich Cafes und Restaurants befinden, in denen sich Nichtraucher künftig ihren Gaumenfreuden widmen können, ohne vom lästigen blauen Dunst gequält zu werden, ist seitens der DNF in Planung.
Die Verfechter des strikten Nichtrauchergesetzes fühlen sich dagegen in ihrer Freiheit eingeschränkt und vergleichen das neue Nichtraucherschutzgesetz mit „Diktatur“.
